Dem Huhn zuliebe
Carotinoide - Farbenpracht aus der Natur
Der Chemiker Heinrich Wackenroder entdeckte 1831 erstmals eine Kohlenstoffverbindung aus Karotten, die er "Carotin" nannte. Heute sind etwa 650 Carotinoide bekannt, ohne die in der Natur kein Leben möglich wäre. Sie bewirken beispielsweise die gelbe bis orange-rote Farbe von Obst und Gemüse, aber auch die Farbenpracht von Blumen oder so manch buntes Gewand im Tierreich. In jeder Sekunde werden auf der ganzen Erde etwa drei Tonnen Carotinoide von Pflanzen, Pilzen und einigen Bakterien produziert.
Provitamine, auf die Mensch und Tier angewiesen sind
Carotinoide sind in der Natur viel mehr als nur Farbstoffe. Sie übernehmen lebensnotwendige Aufgaben als Schutz- und Regelstoffe. Weder Mensch noch Tier sind in der Lage Carotinoide selbst herzustellen, sondern müssen sie über die Nahrung aufnehmen. Etwa 50 dieser wertvollen Farbstoffe haben für den Menschen eine Bedeutung als Provitamin A. Das heißt, sie können in Vitamin A umgewandelt werden.
Carotinoide meinen es gut mit uns…
Carotinoide
- schützen Körperzellen vor schädlichen Umwelteinflüssen (z. B. "freien Radikalen")
- steigern die Leistungsfähigkeit des Immunsystems
- fördern Entgiftungsfunktionen
- sind am Sehprozess beteiligt
- schützen die Haut vor UV-Schäden
- steigern die Fruchtbarkeit bei Tieren
Gesunde Küken brauchen Carotinoide
Carotinoide bringen nicht nur Farbe in den Dotter, sondern übernehmen lebenswichtige Aufgaben. Im Ei schützen sie empfindliche Stoffe wie Vitamine vor dem "Ranzigwerden" und jede einzelne Zelle vor schädlichen Einflüssen. Auch das Huhn profitiert von den Cartinoiden im Hühnerfutter: Sie stärken sein Immunsystem, schützen seine Zellen vor schädlichen Umwelteinflüssen und liefern Vorstufen für das lebensnotwendige Vitamin A. Geht es um den Nachwuchs von Frau Huhn, so schlüpfen gesunde Küken nur, wenn die Dotter ausreichend mit Carotinoiden versorgt sind. Gelbe Dotter sind so immer ein Zeichen, dass es dem Huhn gut geht.